Mitarbeiter des Pentagon und weiterer Sicherheitsbehörden halten Trump für eine Bedrohung der Sicherheit der USA!

Zuletzt aktua­li­siert am 17. Okto­ber 2025 durch Jür­gen Voskuhl

Die deut­sche Pres­se berich­tet heu­te über einen Arti­kel in der New York Times und Donald Trumps hef­ti­ge Reak­ti­on darauf.
Etwas Wesent­li­ches wird jedoch in der Bericht­erstat­tung völ­lig übersehen.

Egal ob Tages­schau, Stern oder ein ande­res deut­sches Online-Medi­um: alle berich­ten heu­te über einen Arti­kel der New York Times (NYT) und Donald Trumps hef­ti­ge Reak­ti­on darauf.

Der Tenor ist dabei immer ähn­lich: Die NYT ver­öf­fent­lich­te am Sams­tag einen Arti­kel, in dem es um mut­maß­li­che digi­ta­le Ein­grif­fe der USA in das rus­si­sche Strom­netz ging.
Twit­ter-König Trump reagier­te (mal wie­der) sehr heftig:

Spä­ter bezich­tig­te er die Zei­tung dann sogar des Hochverrats:

Aus mei­ner Sicht geht es dabei jedoch um etwas ganz ande­res als die Infor­ma­ti­on bezüg­lich der ame­ri­ka­ni­schen Cyber-Atta­cke auf das rus­si­sche Stromnetz …

You totally missed the point!

Die eigent­li­che Kern­aus­sa­ge und damit der Titel des NYT-Arti­kels müss­te eigent­lich lauten:

Das Pen­ta­gon und ande­re US-ame­ri­ka­ni­sche Sicher­heits­be­hör­den hal­ten Trump für eine Bedro­hung der Sicher­heit der USA!

Nichts Neues hier, gehen Sie weiter

Auch vor dem Arti­kel in der NYT dürf­te jedem, ins­be­son­de­re Donald Trump, klar gewe­sen sein, dass alle Natio­nen hin­ter ver­schlos­se­nen Türen am Cyber­krieg arbei­ten, dar­un­ter auch Russ­land eben­so wie die USA.

Man darf berech­tig­ter­wei­se auch anneh­men, dass in dem Arti­kel aus­schließ­lich Infor­ma­tio­nen ent­hal­ten sind, die den Rus­sen ent­we­der bereits bekannt sind oder die man ihnen expli­zit mit­tei­len will.
Die­se Annah­me wird spä­tes­tens dann zur Gewiss­heit, wenn Mit­glie­der des Natio­na­len Sicher­heits­ra­tes ange­ben, "kei­ne Beden­ken über die Bericht­erstat­tung … zu hegen".

Da drängt sich mir die Fra­ge auf, war­um der Arti­kel so lang wer­den musste?

Um die Infor­ma­ti­on bezüg­lich des Strom­netz-Hacks zu ver­mit­teln, hät­te näm­lich allein der ers­te Absatz des NYT-Arti­kel gereicht.

Außer­dem hat Trump den Arti­kel als "nicht wahr" bezeich­net und von "Hoch­ver­rat" geschrieben.
Was genau ist "Nicht wahr"? Und wenn eine Zei­tung etwas schreibt, was ohne­hin jeder zumin­dest ahnt und mit dem der natio­na­le Sicher­heits­rat kein Pro­blem hat: Wor­in soll­te der "Hoch­ver­rat" bestehen?

Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht

Neben dem gan­zen Geschwa­fel über ame­ri­ka­ni­schen Com­pu­ter­code in rus­si­schen Ver­sor­gungs­net­zen ist in dem NYT-Arti­kel mei­nes Erach­tens vor allem die Stel­le auf­schluss­reich, an der von "umfas­sen­dem Zögern bei der Wei­ter­ga­be von Details über Akti­vi­tä­ten gegen Russ­land" an Donald Trump die Rede ist. Dies aus Sor­ge, das er u. A. "die Akti­vi­tä­ten mit hoch­ran­gi­gen Aus­län­dern erör­tert", wie er es offen­sicht­lich vor zwei Jah­ren schon ein­mal getan hat.
So kom­me ich zu mei­ner "eigent­li­chen Schlag­zei­le" oben.

Und genau die ist wohl auch Donald Trump's Pro­blem mit dem Arti­kel und erklärt sei­ne Reak­ti­on darauf!

Wiki­pe­dia defi­niert "Hoch­ver­rat" als einen "Straf­tat­be­stand, der auf den gewalt­sa­men Umsturz im Innern gerich­tet ist.".
Wir haben im Ergeb­nis also "Pen­ta­gon and intel­li­gence offi­ci­als", die hin­sicht­lich Donald Trump und gehei­men Infor­ma­tio­nen auf­grund einer in 2017 gesam­mel­ten Erfah­rung besorgt sind über des­sen Umgang mit der­ar­ti­gen Infor­ma­tio­nen, bzw. einer mög­li­chen Wei­ter­ga­be durch ihn an Drit­te. Dies tei­len sie auch ganz unver­blümt der New York Times mit – die das dann auch prompt druckt!

Was außer einem "Umsturz im Innern" soll­te wohl sonst das Ziel die­ser Akti­on sein?

Und das in den Augen von Donald Trump nicht wahr sein kann, was ihm nicht gefällt, wis­sen wir nicht erst seit heute…

Bildnachweis

Donald Trump spea­king with sup­port­ers at a cam­paign ral­ly at the Pres­cott Val­ley Event Cen­ter in Pres­cott Val­ley, Ari­zo­na: Gage Skid­mo­re